ELCO Luft/Wasser-Wärmepumpe vor einem modernen Wohnhaus mit Holzfassade und großzügigem Außenbereich.

Wärmepumpen

 

Eine ELCO Wärmepumpe nutzt die in der Umwelt verfügbare Energie aus Erdreich, Grundwasser oder Luft und bringt diese mithilfe von Strom auf ein nutzbares Temperaturniveau. Da eine Wärmepumpe vor Ort keinen Brennstoff verbrennt, kommt bei der Wärmeerzeugung kein Brennstoff direkt zum Einsatz. Die Emissionen am Aufstellort unterscheiden sich dadurch von denen eines Wärmeerzeugers mit Verbrennung. Welche Emissionen insgesamt mit dem Betrieb verbunden sind, hängt unter anderem von der Herkunft des eingesetzten Stroms ab. Der eingesetzte Strom kann beispielsweise aus dem öffentlichen Stromnetz oder aus einer eigenen Photovoltaikanlage stammen.

Wir bieten Wärmepumpenlösungen für unterschiedliche Anwendungen – vom Neubau bis zur Modernisierung. Unsere AEROTOP® Baureihe für Luft-Wasser-Wärmepumpen und unsere AQUATOP® Baureihe für Sole- und Wasser-Wärmepumpen sind auf unterschiedliche Standortbedingungen und Heizanforderungen ausgelegt. Hinweise zur Auswahl finden Sie im Abschnitt „Die richtige Wärmepumpe wählen“.

Was ist eine Wärmepumpe und wie funktioniert sie?

Eine Wärmepumpe ist ein Heizsystem, das thermische Energie aus der Umwelt – Außenluft, Erdreich oder Grundwasser – gewinnt und damit Gebäude beheizt sowie Warmwasser bereitstellt, anstatt vor Ort einen Brennstoff zu verbrennen. Sie wird mit Strom betrieben, vor allem für den Verdichter innerhalb eines Kältekreislaufs, der die aufgenommene Wärme auf ein höheres, nutzbares Temperaturniveau anhebt. Da keine direkte Verbrennung stattfindet, setzt die Wärmepumpe am Aufstellort keine fossilen Brennstoffe zur Wärmeerzeugung ein und verursacht damit keine verbrennungsbedingten CO2-Emissionen. Die mit dem Betrieb verbundenen Treibhausgasemissionen hängen unter anderem von der verwendeten Stromquelle ab.

Ein wichtiger Effizienzkennwert einer Wärmepumpe ist die jahreszeitbedingte Leistungszahl (SCOP, teilweise auch SPF oder JAZ genannt). Sie zeigt, wie viel Wärme das Gerät über ein Jahr im Verhältnis zum verbrauchten Strom erzeugt. Ein SCOP von 4 bedeutet unter den jeweils angegebenen Prüfbedingungen, für die ausgewiesene Anwendungstemperatur (W35 oder W55) und Klimazone, dass rechnerisch aus einer Kilowattstunde Strom vier Kilowattstunden Wärme bereitgestellt werden. Rund drei Viertel der bereitgestellten Wärme stammen also aus der Umwelt und etwa ein Viertel aus dem Strom, der den Verdichter antreibt. Je höher der SCOP, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe.

Wärmepumpen arbeiten nach demselben Prinzip wie ein Kühlschrank, nur umgekehrt: Während ein Kühlschrank Wärme aus seinem Inneren in den Raum abführt, transportiert eine Wärmepumpe Wärme von außen, aus Luft, Erdreich oder Grundwasser, in das Gebäude:

  1. Wärmeaufnahme: Die Wärmepumpe nimmt Umgebungswärme aus Erdreich, Grundwasser oder Luft auf. Diese Wärme wird im Verdampfer von einem Kältemittel, zum Beispiel R290 aufgenommen.
  2. Verdampfung: Das Kältemittel verdampft bei vergleichsweise niedriger Temperatur. Sobald es mit der aufgenommenen Umgebungswärme in Kontakt kommt, wechselt es vom flüssigen in den gasförmigen Zustand.
  3. Verdichtung: Das nun gasförmige Kältemittel wird durch einen elektrisch angetriebenen Verdichter komprimiert. Dadurch steigen Druck und Temperatur. So lassen sich auch aus vergleichsweise niedrigen Quellentemperaturen, wie etwa kalter Außenluft im Winter, nutzbare Heiztemperaturen erzeugen.
  4. Kondensation: Das erwärmte, verdichtete Kältemittel strömt anschließend durch einen Wärmetauscher (den Verflüssiger) und gibt seine Wärme an das Heizwasser ab. Dieses transportiert die Wärme über Rohrleitungen zu Heizkörpern oder zur Fußbodenheizung.
  5. Entspannung: Nachdem das Kältemittel seine Wärme abgegeben hat, kühlt es ab und verflüssigt sich wieder, bleibt jedoch zunächst unter hohem Druck. Über ein Expansionsventil sinkt der Druck, und das Kältemittel fließt zurück zum Verdampfer. Der Kreislauf beginnt erneut.

Wärmepumpenarten - Unterschiede in der Funktionsweise je nach Energiequelle

Die Bezeichnungen von Wärmepumpen bestehen in der Regel aus zwei Teilen: Der erste beschreibt die Energiequelle, der zweite das Medium, über das die Wärme im Gebäude verteilt wird. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzt beispielsweise die Umgebungsluft als Quelle und verteilt die Wärme über Wasser an Fußbodenheizung oder Heizkörper. Eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe entzieht dem Grundwasser Wärme und verteilt sie ebenfalls über Heizwasser. Das Grundprinzip ist bei allen Typen gleich, die Art der Wärmeaufnahme unterscheidet sich jedoch.

 

Wie eine Wärmepumpe im Winter funktioniert

Während Erdreich- und Grundwassertemperaturen über das Jahr relativ konstant bleiben, sinkt die Außentemperatur im Winter deutlich. Ausgewählte Luft-Wasser-Wärmepumpen können gemäß den modellspezifischen technischen Daten auch bei niedrigen Außentemperaturen Wärme bereitstellen. Die erreichbare Heizleistung hängt unter anderem vom Modell, der konkreten Außentemperatur und der Gebäudeauslegung ab. Selbst eine geringe Restwärme in kalter Außenluft reicht aus, um das Kältemittel zu verdampfen, der Verdichter hebt das nun gasförmige Kältemittel anschließend auf ein höheres Temperaturniveau, sodass das System das Gebäude auf eine angenehme Innentemperatur bringen kann.

 

Wie die Warmwasserbereitung funktioniert

Je nach Bauart, Ausstattung und Systemkonfiguration können Wärmepumpen sowohl Raumheizung als auch Warmwasser bereitstellen. Trinkwarmwasser wird indirekt erwärmt, indem Wärme über einen Wärmetauscher an einen Warmwasserspeicher übertragen wird. Zusätzlich sind spezielle Warmwasser-Wärmepumpen erhältlich, die ausschließlich für die Trinkwarmwasserbereitung ausgelegt sind.

 

Welche Kältemittel gibt es?

Das Kältemittel transportiert die Wärme innerhalb des Wärmepumpenkreislaufs und spielt eine zentrale Rolle für Effizienz und Umweltverträglichkeit. Unterschiedliche Geräte verwenden unterschiedliche Kältemittel: R32 und R744 waren in der Vergangenheit verbreitet, während R290 (Propan) in ausgewählten modernen ELCO Wärmepumpen eingesetzt wird.

R290 hat ein Global Warming Potential (GWP) von 0,02 (GWP100 = 0,02, IPCC AR6), R32 ein GWP von etwa 771 (GWP100 = 771, IPCC AR6). Beide liegen deutlich unter dem GWP von rund 2.255 für R410A (GWP100 = 2.255, IPCC AR6), einem älteren Kältemittel, das in einigen Heizsystemen noch eingesetzt wird. Mehr zum Thema Kältemittel für Wärmepumpen finden Sie hier.

R290 und R32 sind gemäß EN 378 beide als entzündbar eingestuft (R290: Sicherheitsklasse A3; R32: Sicherheitsklasse A2L). Installation, Inbetriebnahme und Wartung müssen durch qualifiziertes Fachpersonal gemäß EN 378 und den geltenden lokalen Sicherheitsvorschriften durchgeführt werden.

 

¹ COP nach EN 14511 am Prüfpunkt A2/Wxx-35: Außentemperatur 2 °C, Vorlauf 35 °C; die Rücklauftemperatur ergibt sich aus dem bei A7/W30-35 eingestellten Volumenstrom. SCOP nach EN 14825 für 35 °C- und 55 °C-Anwendungen. Quelle: WPZ/BFE, Qualitätsüberwachung von Kleinwärmepumpen, 17.02.2020.

² COP nach EN 14511 am Prüfpunkt B0/W30-35: Quellentemperatur 0 °C, Vorlauf 35 °C, Rücklauf 30 °C. SCOP nach EN 14825 für 35 °C- und 55 °C-Anwendungen. Quelle: WPZ/BFE, Qualitätsüberwachung von Kleinwärmepumpen, 17.02.2020.

³ Werte sind nicht auf W55-Radiatoranwendungen übertragbar.

 

Installationsmöglichkeiten für Luft-Wasser-Wärmepumpen

 

Staatliche Förderung für Wärmepumpen

Für den Einbau einer Wärmepumpe können je nach Vorhaben staatliche Förderprogramme in Anspruch genommen werden. Welche Voraussetzungen gelten und welche Förderung möglich ist, hängt unter anderem von der Art der Maßnahme und den individuellen Rahmenbedingungen ab. Da sich Förderbedingungen und Fördersätze ändern können, sollten die aktuell geltenden Voraussetzungen vor der Planung und Antragstellung anhand der offiziellen Informationen geprüft werden.

Unsere ELCO Wärmepumpen

 

Leistungsübersicht

Leistungsbereich in kW

  • 1
  • 25
  • 50
  • 75
  • 100

So finden Sie die passende Wärmepumpe

 

Kosten im Überblick – Diese Faktoren beeinflussen den Preis

Die Kosten einer Wärmepumpe hängen von vielen individuellen Gegebenheiten ab und lassen sich nicht pauschal festlegen. Unterschiede bei Planung, Umsetzung und Nutzung führen dazu, dass jede Wärmepumpenlösung in ihrer Preisgestaltung einzigartig ist. Wer sich frühzeitig mit den Einflussfaktoren auf die Wärmepumpen-Kosten beschäftigt, schafft die Grundlage für eine fundierte Entscheidung.

Mit langjähriger Erfahrung und einem breiten Produktportfolio unterstützt ELCO dabei, die passende Wärmepumpe zu finden.

 
Gebäudeeigenschaften und Heizlast

Gebäudeeigenschaften und Heizlast

Die benötigte Leistung einer Wärmepumpe hängt maßgeblich von der zu beheizenden Fläche, dem energetischen Zustand des Gebäudes und der Haushaltsgröße ab. Ein modernes, gut gedämmtes Haus hat in der Regel eine geringere Heizlast, wodurch die erforderliche Systemleistung niedriger ausfallen und sowohl Investitions- als auch Betriebskosten begrenzt werden können. Ältere oder schlecht gedämmte Gebäude weisen typischerweise eine höhere Heizlast auf und benötigen daher möglicherweise ein leistungsstärkeres System oder Effizienzmaßnahmen wie Dämmung, Fenstertausch oder Heizflächen für niedrigere Vorlauftemperaturen.

Installationsaufwand und bauliche Gegebenheiten

Installationsaufwand und bauliche Gegebenheiten

Aufstellort und bauliche Bedingungen vor Ort beeinflussen die Gesamtkosten deutlich. Eine Innenaufstellung erfordert ausreichend Platz und geeignete Luftkanäle, um Umgebungsluft durch die Gebäudehülle anzusaugen und wieder auszublasen. Eine Außenaufstellung spart Innenraum, kann jedoch zusätzliche Kosten für längere Leitungswege, Fundamente oder Witterungsschutz verursachen. Betriebsgeräusche sollten bei allen Aufstellvarianten in die Standortplanung einbezogen werden. Eingeschränkte Zugänglichkeit, bauliche Anpassungen oder besondere Montageanforderungen können zusätzliche Kosten verursachen. Gleiches gilt für optionale Komponenten wie Pufferspeicher, Warmwasserspeicher oder Hardware zur PV-Integration.

Heizsystem und Effizienz im Betrieb

Heizsystem und Effizienz im Betrieb

Das bestehende Wärmeverteilsystem kann die Planung und Auslegung einer Wärmepumpe beeinflussen. Niedrigere Vorlauftemperaturen schaffen günstige Betriebsbedingungen für Wärmepumpen und wirken sich auf den saisonalen Wirkungsgrad aus. Fußbodenheizungen werden typischerweise mit niedrigeren Vorlauftemperaturen betrieben. Auch Heizkörper können für den Wärmepumpenbetrieb geeignet sein, sofern die erforderlichen Vorlauftemperaturen erreicht werden. Je nach Gebäude und bestehender Anlage kann es erforderlich sein, einzelne Heizkörper auszutauschen oder Einstellungen des Heizsystems anzupassen.

Die Wahl der Wärmepumpentechnologie

Die Wahl der Wärmepumpentechnologie

Die gewählte Wärmepumpentechnologie hat erheblichen Einfluss auf Investitionskosten und Installationsaufwand. Luft-Wasser-Wärmepumpen verfügen bereits über ein Wärmequellenmanagement und verwenden lediglich einen Ventilator und einen Verdampfer, um Energie aus der Luft zu gewinnen. Erd- und grundwassergekoppelte Systeme erfordern dagegen je nach Ausführung Erdkollektoren, Bohrungen oder Brunnen. Bei Grundwassersystemen können zudem behördliche Genehmigungen erforderlich sein. Die unterschiedlichen Anforderungen an Erschließung und Installation können sich entsprechend auf die Investitionskosten auswirken.

Stromverbrauch und laufende Kosten

Stromverbrauch und laufende Kosten

Die Betriebskosten hängen vom Stromverbrauch, Wärmebedarf, Strompreis und Systembetrieb ab, eine korrekte Planung und Dimensionierung sind daher wichtig. Ein höherer SCOP bedeutet, dass pro Kilowattstunde Strom mehr Wärme erzeugt wird, was den für die Beheizung benötigten Strom reduzieren kann. Ein spezieller Wärmepumpenstromtarif oder die Kombination mit einer Photovoltaikanlage kann die Wirtschaftlichkeit des Betriebs zusätzlich verbessern, abhängig von lokalen Tarifen, Eigenverbrauch und Systemauslegung.

Wartung und Lebensdauer

Wartung und Lebensdauer

Regelmäßige Wartung trägt dazu bei, dass eine Wärmepumpe über lange Zeit zuverlässig und effizient arbeitet. Außeneinheiten müssen gegebenenfalls auf witterungsbedingte Einflüsse geprüft werden, während Inneneinheiten durch Staub, veränderte Luftströme oder Bedingungen im Aufstellraum beeinflusst werden können. Geplante Wartungen helfen, mögliche Störungen frühzeitig zu erkennen, bevor größere und kostspieligere Probleme entstehen. Bei fachgerechter Installation und regelmäßiger Wartung kann eine Wärmepumpe in der Regel viele Jahre betrieben werden. Die Lebensdauer hängt von Komponentenqualität, Betriebsbedingungen, Systemauslegung und Wartungsregelmäßigkeit ab.

Warum ELCO?

 
Einsatzbereit, wenn Sie uns brauchen – der ELCO First Class Service

Einsatzbereit, wenn Sie uns brauchen – der ELCO First Class Service

Für uns ist guter Service selbstverständlich: An 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr, sind wir für Sie da. Mit rund 45 Servicemitarbeitenden in ganz Österreich sorgen wir dafür, dass Sie im Notfall die passende Unterstützung erhalten.⁹

Entdecken Sie unsere Serviceleistungen
 
Prüf- und Validierungstechnologien

Prüf- und Validierungstechnologien

In Simulationsräumen kann ELCO Wärmepumpen unter einer Vielzahl kontrollierter Betriebsbedingungen testen und bewerten. Die dabei gewonnenen Daten fließen in die Produktentwicklung, die Validierung und Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung ein.

Mehr über unsere Simulationsräume erfahren
 

⁹ Erreichbarkeit und Reaktionszeiten richten sich nach Servicegebiet und Vertragsbedingungen.

 

Häufige Fragen

 

 Viele ältere Gebäude können für eine Wärmepumpe geeignet sein, vorausgesetzt, Wärmebedarf, Dämmung, erreichbare Vorlauftemperatur, Wärmeabgabe der Heizflächen und lokales Klima werden gebäudespezifisch bewertet.

Energetische Modernisierungsmaßnahmen wie eine verbesserte Dämmung oder der Austausch von Fenstern können den Wärmebedarf des Gebäudes beeinflussen. Auch die Wahl und Auslegung der Heizflächen spielt eine wichtige Rolle: Niedertemperatur-Heizkörper oder eine Fußbodenheizung können den Betrieb mit entsprechend niedrigen Vorlauftemperaturen ermöglichen. Modelle, wie die AEROTOP® SPK können Vorlauftemperaturen von bis zu 70 °C erreichen und unterstützen damit auch den Einsatz mit vorhandenen Heizkörpern in älteren Häusern.

Luft-Wasser-Wärmepumpen sind für ältere Gebäude häufig eine praktische Wahl, da sie keine Erdarbeiten benötigen. Wo ausreichend Platz vorhanden ist, können auch Erd- oder Grundwassersysteme sinnvoll sein, sie unter festgelegten und vergleichbaren Gebäude-, Auslegungs- und Klimabedingungen eine höhere saisonale Effizienz als bestimmte Luftwärmepumpensysteme erreichen können. Die Kombination einer Wärmepumpe mit einer passend dimensionierte PV-Anlage kann (abhängig von Ertrag, Lastprofil, Eigenverbrauch und gegebenenfalls Stromspeicherung) einen Teil des Strombezugs der Wärmepumpe abdecken.

Eine professionelle Planung, einschließlich einer gründlichen Gebäudeanalyse und korrekten Dimensionierung der Wärmepumpe, ist für eine gute Leistung bei jeder Modernisierung entscheidend. 

 
 

Eine Wärmepumpe kann in der Regel viele Jahre betrieben werden, wenn sie korrekt geplant, fachgerecht installiert und regelmäßig gewartet wird. Die Lebensdauer hängt von Faktoren wie Komponentenqualität, Systemdimensionierung, Betriebsbedingungen, Installationsqualität und Wartungsregelmäßigkeit ab.

Extreme Betriebsbedingungen, häufiges Takten oder eine falsche Dimensionierung können den Verschleiß erhöhen, deshalb sind professionelle Planung und regelmäßige Wartung wichtig.

 

 
 

Unter ansonsten vergleichbaren Gebäude-, Auslegungs- und Klimabedingungen kann eine niedrigere erforderliche Vorlauftemperatur die saisonale Effizienz beeinflussen, sofern Wärmebedarf und Komfortanforderungen weiterhin erfüllt werden. Ein professioneller hydraulischer Abgleich, den eine Fachkraft durchführen sollte, kann die Wärmeverteilung verbessern und einen effizienten Betrieb unterstützen, konkrete Aussagen zu Stromeinsparungen sollten jedoch immer gegenüber einer definierten Ausgangsbasis und unter festgelegten Betriebsbedingungen geprüft werden.

Intelligente Steuerungen wie REMOCON® NET können helfen, indem sie das System bedarfsgerecht betreiben. Die Kombination mit einer passend dimensionierten Photovoltaikanlage kann einen Teil des Strombezugs der Wärmepumpe abdecken (abhängig von Ertrag, Lastprofil, zeitlicher Übereinstimmung, Eigenverbrauch und gegebenenfalls Stromspeicherung).

Regelmäßige Wartung hilft, den effizienten Betrieb des Systems aufrechtzuerhalten. Ein fachgerecht dimensionierter und in das jeweilige Systemkonzept eingebundener Pufferspeicher kann unter festgelegten Betriebs- und Regelungsbedingungen zudem die Taktung beeinflussen. Die Nutzung von Zeitprogrammen, sofern verfügbar, kann den bedarfsgerechten Betrieb zusätzlich unterstützen. 

 
 

Wärmepumpen verursachen am Aufstellort keine direkten verbrennungsbedingten Emissionen, bringen aber auch echte Abwägungen mit sich. Die Anschaffungskosten können abhängig von Gebäude und Systemumfang höher sein als bei bestimmten Gas- oder Ölsystemen. Sofern ein staatliches Förderprogramm verfügbar ist und alle Voraussetzungen erfüllt sind, kann es aber einen Teil der förderfähigen Kosten abdecken, dennoch bleibt die Anfangsinvestition ein wichtiger Faktor.

Bei Luftwärmepumpen verändert sich mit sinkender Außentemperatur die verfügbare Wärmequelle. Besonders in Regionen mit sehr kalten Wintern sollten daher die Leistungsdaten des gewählten Modells bei niedrigen Außentemperaturen und die örtlichen Klimabedingungen bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Moderne Geräte oder die Kombination einer Wärmepumpe mit einer weiteren Wärmequelle können dies unterstützen. Einige Wärmepumpentypen benötigen mehr Platz als ein konventionelles System, wobei kompakte Modelle und sorgfältige Planung diese Einschränkung reduzieren können.

Geräuschentwicklung ist ein weiterer wichtiger Aspekt, insbesondere bei außen aufgestellten Luft-Wasser-Wärmepumpen. Einige Modelle sind mit dem Ziel entwickelt, die Geräuschentwicklung im Betrieb gering zu halten. Entscheidend für die Auswahl sind die modellspezifischen Schallwerte sowie die Betriebsbedingungen und der geplante Aufstellort. Die laufenden Kosten einer Wärmepumpe hängen unter anderem von den jeweiligen Strompreisen ab. Eine Photovoltaikanlage kann selbst erzeugten Solarstrom für den Betrieb der Wärmepumpe bereitstellen.

Diese Punkte sollten bei der Entscheidung für eine Wärmepumpe den jeweiligen Anforderungen und möglichen Vorteilen gegenübergestellt werden.

 
 

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